Felix Gonzales-Torres, George Tony Stoll, Manfred Paul, Julia Phillips, Shilpa Gupta

Raum 3

Informationen

Felix Gonzalez-Torres, "Untitled" (Loverboy), 1989
© Estate Felix Gonzalez-Torres, Courtesy of The Felix Gonzalez-Torres Foundation

Georges Tony Stoll, ALLES ! TOUS ASSIS !, 1999/2025
© Courtesy of the artist and Galerie Poggy, Paris

Manfred Paul, Danny, aus der Serie: Disco-Portraits, 1984
© Manfred Paul, Courtey by LOOCK Galerie

Shilpa Gupta, Eye Test, 2008
© Shilpa Gupta 

Julia Phillips, sculpture Attachment V, Flexible with Quick Release, 2024
© Julia Phillips, Courtesy Matthew Marks Gallery


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Fragen von Sichtbarkeiten, lassen Abwesenheiten spürbar werden und stellen Strategien des Widerstands in den Fokus. Die blauen, transparenten Vorhänge von Felix Gonzalez-Torres "Untitled" (Loverboy) (1989)vor den Fenstern verwischen die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum und verweisen zugleich auf die queere Methode der Opazität.

Die davor platzierte Stuhlreihe mit zurückgelassenen Jacken, Georges Tony Stolls ALLES ! TOUS ASSIS ! (1999/2025), erinnert an die Opfer der AIDS-Epidemie, die nicht mehr unter uns weilen, und an die gesellschaftliche Stigmatisierung aller, die von institutionellen Hürden betroffen waren.

Manfred Pauls Porträt Danny (1984) hingegen ist ein Zeugnis der jungen Kultur der DDR. Der Fotograf porträtierte Jugendliche, die sich Mitte der 1980er-Jahre häufig im Operncafé trafen, einem subkulturellen Zufluchtsort im heutigen PalaisPopulaire.

Shilpa Guptas Eye Test (2008) spielt mit der vertrauten Form einer Sehtesttafel, doch erscheinen verstümmelte Wörter statt klarer Aussagen. Diese Verzerrungen spiegeln Unsicherheit und Manipulation von Wahrnehmung in Zeiten politischer Umwälzungen wider.

Julia Phillips Skulptur Attachment V, Flexible with Quick Release (2024) schließt daran an, indem sie die physische und metaphorische Trennung von Individuen und sozialen Strukturen untersucht.

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