• 2013 – 2018

    Deutsche Bank KunstHalle

Fast zwei Jahrzehnte lang sind in dem klar strukturierten Ausstellungraum Unter den Linden jährlich drei bis vier Ausstellungen mit Fokus auf zeitgenössischer und moderner Kunst zu sehen. Als Teil von Deutsche Bank Art, Culture & Sports bietet die Deutsche Bank KunstHalle ein Forum für junge Talente der internationalen Kunstszene und präsentiert arrivierte Positionen der Kunstwelt häufig erstmals dem Publikum.

Die KunstHalle versteht sich als Ort für Entdeckungen – als Institution, die ebenso lebendig und in Bewegung ist wie die Hauptstadt. Ein Fokus der jährlich drei bis vier hochkarätigen Ausstellungen liegt auf neuen Kunstlandschaften und den Phänomenen einer globalisierten Gesellschaft. Die Sammlung Deutsche Bank wird in der KunstHalle neu erfahrbar – in Ausstellungen, die von Künstler*innen und internationalen Gastkurator*innen konzipiert werden. Einen Höhepunkt des Programms bildet die Präsentation des „Artist of the Year“ der Deutschen Bank im Rahmen einer großen Einzelausstellung. Zugleich bietet die KunstHalle ein Forum für junge Talente der internationalen Kunstszene in Berlin, die hier erstmals einem breiten Publikum vorgestellt werden.

Zeige Inhalt von 20.10.2017 – 25.3.2018
Fahrelnissa Zeid

Fahrelnissa Zeid (1901–1991) war eine wegweisende Künstlerin. Bekannt wurde sie mit ihren großformatigen, farbig leuchtenden Leinwänden, in denen ihre einzigartige Vision und ihr ausgeprägter Stil zum Ausdruck kommen. Erstmals bringt diese umfassende Werkschau Zeids Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus über vier Jahrzehnten zusammen – von expressiven Arbeiten, die in den 1940er-Jahren in Istanbul entstanden, über die flirrenden abstrakten Leinwände, die in den 1950er- und 1960er-Jahren in London, Paris und New York ausgestellt wurden, bis hin zu den figurativen Porträts ihres Spätwerks. Die Ausstellung präsentiert Zeids außergewöhnliche Laufbahn und belegt die bedeutende Position, die ihr Werk in der internationalen Abstraktion der Nachkriegsmoderne einnimmt. Fahrelnissa Zeid gehört zur Kooperation von Deutsche Bank KunstHalle und Tate Modern, in deren Rahmen Künstlern*innen aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten erstmals in Berlin vorgestellt werden.

Zeige Inhalt von 7.7. – 3.10.2017
Roberto Burle Marx: Tropische Moderne

In seinem Heimatland Brasilien wird Roberto Burle Marx (1909–1994) zusammen mit den Architekten Oscar Niemeyer und Lúcio Costa als Wegbereiter der Moderne verehrt. Seine Gartenentwürfe für die Hauptstadt Brasilia und vor allem seine Arbeiten in Rio de Janeiro haben das Gesicht dieser Metropolen nachhaltig geprägt. Die revolutionäre Landschaftsarchitektur von Burle Marx, die sich an abstrakter Malerei orientiert, genießt bis heute internationales Ansehen. Die Schau Roberto Burle Marx: Tropische Moderne, die 2016 ihre Premiere im Jewish Museum in New York feierte, zeigt die ganze Bandbreite seines Schaffens, in dem es keine Grenzen zwischen unterschiedlichen Medien und Disziplinen gibt. Burle Marx war nicht nur Landschaftsarchitekt, sondern auch Maler, Bildhauer, Bühnenbildner, Designer und Umweltaktivist. In der Ausstellung treten seine Werke mit Arbeiten internationaler Gegenwartskünstler in einen Dialog: Juan Araujo, Paloma Bosquê, Dominique Gonzalez-Foerster, Veronika Kellndorfer, Luisa Lambri, Arto Lindsay, Nick Mauss und Beatriz Milhazes.

Zeige Inhalt von 24.3. – 18.6.2017
Kemang Wa Lehulere: Bird Song – Deutsche Bank „Artist of the Year“ 2017

Ausgangspunkt für Bird Song ist die Künstlerin Gladys Mgudlandlu (1917–1979). Der südafrikanische Künstler Kemang Wa Lehulere dokumentiert seine Recherchen über die lange in Vergessenheit geratene südafrikanische Malerin mit Texten und Videos. Mgudlandlus Aquarelle und Zeichnungen kombiniert er mit eigenen Schultafel- und Tuschezeichnungen in einem künstlerischen Zwiegespräch zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Zu sehen sind außerdem zwei neue Installationen sowie ein Wandschnitt und eine Videoarbeit. Ihre Bildsprache berührt und ist zugleich von allgemeingültiger Qualität. Wa Lehulere beginnt seine künstlerische Spurensuche als Reise in die Vergangenheit seines Heimatlandes, das durch die Traumata der Apartheid geprägt ist. Sie setzt sich fort in seinen universellen Themen wie Unterdrückung oder ideologischer Konditionierung.

Zeige Inhalt von 18.11.2016 – 5.3.2017
Bhupen Khakhar: You Can’t Please All

Bhupen Khakhar (1934–2003) spielte eine zentrale Rolle in der modernen Entwicklung der indischen Kunst. Der Autodidakt malte das, was vor ihm noch niemand gezeigt hatte – den Alltag der indischen Mittelschicht. Er wurde auch international als bedeutender Protagonist der Malerei des 20. Jahrhunderts wahrgenommen. Er begann in den 1960er-Jahren künstlerisch zu arbeiten und gehörte bald der Künstlerbewegung Baroda School an, die neue Formen der Erzählung und der Figuration in die moderne Kunst Indiens einbrachte. Nach frühen Experimenten mit der Pop Art wandte Khakhar sich davon ab und brachte einen ganz eigenen Malstil hervor, der scheinbare Gegensätze wie Hoch- und Massenkultur, Alltagsleben und Malereigeschichte verbindet. Äußerst mutig befasste er sich mit komplexen und provokanten Themen, mit Klassenunterschieden, Begehren und Homosexualität und mit seinem eigenen Kampf gegen den Krebs. You Can’t Please All gehört zur Kooperation von Deutsche Bank KunstHalle und Tate Modern, in deren Rahmen Künstlern*innen aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten erstmals in Berlin vorgestellt werden.

Zeige Inhalt von 21.7. – 30.10.2016
COMMON AFFAIRS: Revisiting the VIEWS Award – Zeitgenössische Kunst aus Polen

COMMON AFFAIRS ist ein Projekt der Deutsche Bank KunstHalle, des Polnischen Instituts Berlin und der Zachęta – Nationale Kunstgalerie in Warschau. Alle beteiligten Künstler*innen waren für den VIEWS-Award nominiert oder wurden damit ausgezeichnet. Die Ausstellung hat die Geschichte und die Wirkung des von der Deutschen Bank und der Zachęta initiierten Preises zum Thema, der inzwischen als wichtigste Auszeichnung für die polnische Gegenwartskunst gilt. Vor diesem Hintergrund thematisieren die Künstler*innen, welche Freiheiten und Diskurse öffentliche und private Förderung ermöglichen. Zudem kommentieren die unterschiedlichen Positionen der Schau die Entwicklungen seit dem politischen Umbruch in Polen 1989 und die sich wandelnde Rolle des Landes in der europäischen Gemeinschaft. Zu sehen sind unter anderen Arbeiten von Paweł Althamer, Azorro Tymek Borowski, Elżbieta Jabłońska, Rafał Jakubowicz, Agnieszka Polska & Witek Orski, Janek Simon, Konrad Smoleński, Monika Sosnowska und Iza Tarasewicz.

Zeige Inhalt von 29.4 – 3.7.2016
Basim Magdy: Die Sterne standen gut für ein Jahrhundert des Neubeginns – Deutsche Bank „Artist of the Year“ 2016

Der 1977 in Assiut, Ägypten, geborene Künstler Basim Magdy lädt zu einer Reise in die Zukunft ein, in der es jedoch vor allem um die Gegenwart geht. Seine Filme, Dia-Projektionen, Fotografien, Papierarbeiten und Installationen aus den Jahren 2006 bis 2016 verdichten sich in der Ausstellung zu einem Strom von Bildern, der die fließenden Grenzen zwischen Realität und Virtualität reflektiert. Die Sterne standen gut für ein Jahrhundert des Neubeginns lautet der nur vordergründig optimistische Titel der Ausstellung. Tatsächlich spielt Magdy ironisch und voller Humor auf den sich ständig wiederholenden Kreislauf aus Hoffnungen, Utopien und Niederlagen an.

Zeige Inhalt von 25.11.2015 – 10.4.2016
Jackson Pollock’s Mural: Energy Made Visible

Die vom University of Iowa Museum of Art organisierte Ausstellung stellt Jackson Pollocks Mural in den Mittelpunkt. Dieses epochale Meisterwerk wurde 2012 im Getty Conservation Institute, Los Angeles, restauriert und gereinigt. 1943 von Peggy Guggenheim für ihr New Yorker Townhouse in Auftrag gegeben, bereitete Mural mit seinem Wagemut und einem neuem Gefühl für Größe auch den Weg für den Abstrakten Expressionismus. Zugleich nahm es Pollocks „geschüttete“ Abstraktionen vorweg, mit denen der Künstler vier Jahre später beginnen sollte. Mural ist das größte Gemälde, das Pollock je gemalt hat. Es hat einen großen Einfluss auf die amerikanische Kunst, der bis heute anhält. Die KunstHalle zeigt neben Arbeiten von Jackson Pollock auch Werke unter anderem von Lee Krasner, Robert Motherwell, László Moholy-Nagy und David Smith.

Zeige Inhalt von 16.9. – 8.11.2015
Xenopolis – STADT/BILD

Zum zweiten Mal eröffnen im Herbst vier der führenden Berliner Institutionen – Berlinische Galerie, Deutsche Bank KunstHalle, KW Institute for Contemporary Art und Nationalgalerie – gemeinsam unter einem thematischen Dach ihre Ausstellungsprojekte. STADT/BILD untersucht das Thema „Stadt“ aus verschiedenen Blickwinkeln: Es werden Fragen nach dem Begriff „Zuhause“ und seinem Bedeutungswandel im digitalen Zeitalter gestellt, Strukturen und Prozesse einzelner städtischer Institutionen untersucht. Die Ausstellung Xenopolis in der KunstHalle rückt die Stadt als lebendigen Organismus in den Fokus, die niemanden gehört. Sie bildet eine Freizone – ein urbanes Gebilde, das durch zuziehende Fremde definiert wird. Ausgehend von der These, dass es niemals nur eine Stadt gibt, sondern immer viele Städte, untersucht Simon Njami dieses Phänomen in der von ihm kuratierten Ausstellung. ent city, but many cities, the curator Simon Njami explores this phenomenon in the exhibition.

Zeige Inhalt von 10.7. – 30.8.2015
Photo-Poetics: Eine Anthologie

Photo-Poetics: Eine Anthologie zeigt Foto- und Videoarbeiten sowie Dia-Installationen von zehn internationalen Künstler*innen aus der Sammlung des Solomon R. Guggenheim Museum und von privaten Leihgeber*innen. Die Gruppenausstellung dokumentiert aktuelle Entwicklungen in der Gegenwartsfotografie anhand ausgewählter Arbeiten von Claudia Angelmaier, Erica Baum, Anne Collier, Moyra Davey, Leslie Hewitt, Elad Lassry, Lisa Oppenheim, Erin Shirreff, Kathrin Sonntag und Sara VanDerBeek. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung untersuchen diese Künstler*innen die Traditionen und Magie der Fotografie. Dabei versuchen sie auch, die Materialität von Fotografien wieder in den Vordergrund zu rücken – durch sorgfältige Druckverfahren, die Verwendung von analogem Filmmaterial und anderen vom Verschwinden bedrohten Fototechniken. Sie setzen sich hier nicht nur mit den Prozessen und Techniken der Fotografie auseinander, sondern interessieren sich ebenso für die Formen der Zirkulation von fotografischen Bildern. Bei dieser „Foto-Poetik“ handelt es sich um eine Kunst, die selbstbewusst die Gesetze der Fotografie erkundet und zugleich das Wesen der fotografischen Repräsentation und Reproduktion sowie des fotografischen Objekts selbst hinterfragt.

Zeige Inhalt von 12. – 28.6.2015
Checkpoint California: 20 Jahre Villa Aurora in Los Angeles

Keine Region verkörpert den amerikanischen Traum so sehr wie Kalifornien, der Golden State am Pazifik mit Hollywood und Silicon Valley, Malibu und Disneyland, Palmen, Meer und ewig blauem Himmel. In den Hügeln von Santa Monica liegt auch die Villa Aurora, die Exilresidenz von Marta und Lion Feuchtwanger, die ihr Haus in den 1940er-Jahren zum Treffpunkt von Exilkünstler*innen machten. Seit 1995 beherbergt die Villa Aurora Stipendiat*innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Komposition, Performance, Film und Literatur. Mit Checkpoint California feiert die Villa Aurora in der Deutsche Bank KunstHalle ihr 20-jähriges Bestehen. Ehemalige Stipendiat*innen gestalten das umfassende Programm aus Film, Musik, Lesungen und Gesprächen. Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Werke von Nairy Baghramian, Rosa Barba, Peggy Buth, Sabine Hornig, Christian Jankowski, Michael Just, Philipp Lachenmann, Albrecht Schäfer und Thomas Struth.

Zeige Inhalt von 26.3. – 25.5.2015
Koki Tanaka: A Vulnerable Narrator – Deutsche Bank “Artist of the Year” 2015

Die Ausstellung A Vulnerable Narrator bietet einen umfassenden Überblick über das Werk von Koki Tanaka, der sich auf die Geschichte des „Kunst-Aktivismus“ bezieht und seine Arbeit als eine sanfte, aber nachhaltige Annäherung an diese Bewegung verseht. Es werden Video-Installationen, großformatige Fotografien und Zeichnungen zu seinen Projekten und Ideen und Dokumente aus fast einem Jahrzehnt seines Schaffens gezeigt. Die Schau dokumentiert den Weg von Tanakas frühen Experimenten mit Massenprodukten und Materialien bis zu seinen späteren Gemeinschaftsaktionen und Performances. Der 1975 in Tochigi, Japan, geborene Künstler bezieht sich in seinen Aktionen häufig auf die gesellschaftliche Situation in seinem Heimatland. Doch stets reagiert er auch auf den Ort, an dem die Aktion stattfindet. Immer haben die Aufgaben auch eine allgemeine Bedeutung: Tanaka stellt die Frage, wie wir uns im Ausnahmezustand verhalten, was wir tun, wenn technische und soziale Systeme versagen und wir zusammen mit anderen Probleme lösen müssen.

Zeige Inhalt von 5.12.2014 – 8.3.2015
„… Höhere Wesen befehlen“. Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frieder Burda

Die Deutsche Bank KunstHalle präsentiert eine Auswahl von bisher kaum gezeigten Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frieder Burda. Im Fokus der Schau stehen Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen aus den Jahren 1955 bis 2009 von Georg Baselitz, Willem de Kooning, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Neo Rauch und Gerhard Richter. Burda hat jahrzehntelang mit einer großen Leidenschaft für die Gegenwartskunst eine der bedeutendsten Privatsammlungen Europas aufgebaut, die sich vom Abstrakten Expressionismus bis hin zu aktuellen internationalen Positionen erstreckt. Mit diesen ausgewählten Arbeiten auf Papier setzt die KunstHalle eine Reihe fort, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Zeichnung widmet – jenem lange vernachlässigten Medium, das heute die Diskurse der Gegenwartskunst prägt wie kein anderes.

Zeige Inhalt von 20.9. – 16.11.2014
Meschac Gaba: Museum of Contemporary African Art

Der aus dem Benin stammende Meschac Gaba verwandelt die KunstHalle in sein Museum of Contemporary African Art. Diese Ausstellung bildet den Auftakt der Kooperation von Deutsche Bank KunstHalle und Tate Modern, die in drei Ausstellungen Werke von Künstler*innen aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten erstmals in Berlin vorstellt. Gaba begann die Arbeit am Museum of Contemporary African Art bereits 1996/97 während seiner Studienzeit an der Rijksakademie in Amsterdam. Damals wurde ihm bewusst, dass es solche Institutionen auf seinem Heimatkontinent nicht gebe und zeitgenössische afrikanische Kunst wiederum in Europa weitgehend unbekannt sei. Er begann darauf mit seinen Installationen außergewöhnliche Situationen und Orte der Begegnung zu schaffen, deren Bedeutung sich im Zusammenspiel mit den Besucher*innen nach und nach erschließt. In Berlin sind nun sieben der zwölf Räume des Museum of Contemporary African Art zu erleben.

Zeige Inhalt von 17.7. – 31.8.2014
Otto Piene. More Sky

Die Ausstellung Otto Piene. More Sky in der Deutsche Bank KunstHalle widmet sich mit rund 60 Arbeiten der enormen Bandbreite im Frühwerk des Künstlers. Im Mittelpunkt stehen Hauptwerke der ZERO-Jahre, die hier jedoch nicht als Endpunkte von Pienes Schaffen, sondern als Ausgangspunkte einer weitreichenden Kunstentwicklung vorgestellt werden. Frühe Lichtdrucke und -grafiken, eindrucksvolle Rauch- und Feuerbilder sowie Lichtskulpturen, die zum Teil aus der Sammlung Deutsche Bank stammen, verweisen auf die Einbeziehung der Elemente Luft, Feuer und Licht. Ein vom Künstler für die Ausstellung neu arrangierter Lichtraum betont die magisch-meditative Seite dieser Ansätze. Die Ausstellung ist Teil einer umfassenden Kooperation mit der Nationalgalerie. Zeitgleich findet in der Neuen Nationalgalerie eine Re-Inszenierung der bedeutenden Dia-Arbeit The Proliferation of the Sun statt. Ein Sky Art Event von Otto Piene im Außenbereich des Baus von Mies van der Rohe bildet am 19. Juli den Auftakt für den Berliner Kunstsommer.

Zeige Inhalt von 21.3. – 22.6.2014
Victor Man: Zephir – Deutsche Bank “Artist of the Year” 2014

Die Ausstellung Zephir des rumänischen Malers Victor Man umfasst Arbeiten aus der Zeit von 2006 bis heute, darunter noch nie gezeigte Gemälde sowie ein eigens für diesen Anlass geschaffenes Fenster aus farbigem Glas. Geboren 1974 im rumänischen Cluj, ist Man gleichermaßen vom Altertum wie der Moderne inspiriert. So entwickelt er in seinem Werk eine autonome Ikonografie, in der sich häufig literarische Referenzen mit der eigenen Biografie verbinden. Literatur und Kunstgeschichte, kollektive Erinnerungen und persönliche Erfahrungen verknüpft der Künstler zu einer nicht-linearen Erzählung, in der die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Fiktion, Imagination und Realität aufgehoben sind. 

Zeige Inhalt von 28.11.2013 – 2.3.2014
The Circle Walked Casually

Die von Victoria Noorthoorn kuratierte Ausstellung The Circle Walked Casually präsentiert eine Auswahl von Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Deutsche Bank. Gemeinsam mit der brasilianischen Ausstellungsarchitektin Daniela Thomas hat sie dafür eine innovative Präsentationsform entwickelt: einen offenen Raum, der grenzenlos wirkt und in dem die Bilder zu schweben scheinen. Zu sehen sind Arbeiten der Klassischen Moderne ebenso wie zeitgenössische, internationale Positionen. Die Präsentation zeigt nicht nur die Vielfalt an Meisterwerken und Neuentdeckungen in der Sammlung auf, sie konzentriert sich ebenso auf den Dialog der Arbeiten untereinander, vor allem im Hinblick auf Raum und Linie, den beiden Hauptmerkmalen der Zeichnung.

Zeige Inhalt von 18.9. – 10.11.2013
To Paint Is To Love Again – Painting Forever!

To Paint Is To Love Again betrachtet das weithin unbekannte Spätwerk der Berliner Künstlerin Jeanne Mammen (1890–1976) neu. In der Gegenüberstellung mit den zeitgenössischen Positionen Antje Majewskis, Katrin Plavčaks und Giovanna Sartis offenbaren sich trotz aller Unterschiede Verwandtschaften und überraschende Bezüge. Die drei Künstlerinnen haben sich auf einen Dialog mit den Werken Mammens eingelassen und jeweils neue Arbeiten geschaffen, die neben weiteren ausgewählten Gemälden gezeigt werden. To Paint Is To Love Again ist Teil der Überblicksausstellung Painting Forever! Neben der KunstHalle zeigen die Berlinische Galerie, KW Berlin und die Neue Nationalgalerie zeitgenössische Malerei im Rahmen der Berlin Art Week.

Zeige Inhalt von 27.8. – 8.9.2013
SÜDEN – Villa Romana: Art, Music & Performance

Die Ausstellung SÜDEN – Villa Romana: Art, Music & Performance präsentiert ein umfangreiches Programm, in dessen Mittelpunkt die vier Preisträger*innen des Jahres 2013 der Villa Romana in Florenz stehen. Neben Shannon Bool, die sich in ihren Arbeiten intensiv mit Klischees, Normen und Idealen der weiblichen Erotik auseinandersetzt, sind eine Körper-Skulptur, Installationen, Videos und Performances von Mariechen Danzs zu sehen. Dazu kommen minimalistische Objektinstallationen von Heide Hinrichs, die damit die Bedeutung von alltäglichen Fundstücken im Verhältnis von Körper und Raum untersucht, und Daniel Maier-Reimers verdichtete Fotografien – Reisen, die jeweils in einem einzigen Foto zusammengefasst werden.

Zeige Inhalt von 18.4. – 4.8.2013
Imran Qureshi – Deutsche Bank “Artist of the Year” 2013

Imran Qureshi, 1972 in Pakistan geboren, studierte am National College of Arts in Lahore Miniaturmalerei, eine traditionelle Disziplin, die er heute selbst dort lehrt. Er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler des Subkontinents, nicht zuletzt, weil er die historische und regional verankerte Form dieser Malerei neu belebt und in die Gegenwart überführt hat. So kombiniert er in einzigartiger Weise deren Motive und Techniken mit aktuellen Themen und widmet sich zugleich zeitgenössischer, abstrakter Malerei. Dabei fließen in seine Werke Beobachtungen zur Realität im heutigen Pakistan ein, so auch zur alltäglichen Gewalt, die jedoch nicht nur in seiner Heimat, sondern in vielen Kulturen und Gesellschaften weltweit anzutreffen ist.