Max Beckmann, Lena Henke, Nancy Lupo, Heidi Bucher, Martin Kippenberger, Rachel Whiteread

Raum 2

Informationen

Max Beckmann, King and Demagogue (König und Demagoge), 1946
rechtefrei

Nancy Lupo, Untitled, 2023
© Nancy Lupo, Courtesy by VEDA

Rachel Whiteread, Demolished, 1996
© Rachel Whiteread + Paragon | Contemporary Editions LTD

Heidi Bucher, Repertory, 1988
Courtesy The Estate of Heid Bucher and Mendes Wood DM, São Paulo, Brussels, Paris, New York

Martin Kippenberger, No problem - no problème, 1986
© Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

Lena Henke, City Lights (Dead Horse Bay), 2016
© Courtesy of the artist, Layr Vienna & Sammlung Stadler


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Eine Krone kann Macht verleihen oder sie gleichermaßen vortäuschen. In Max Beckmanns King and Demagogue (König und Demagoge) (1946), sitzt sie auf dem Kopf eines ratlosen Herrschers, während hinter ihm der Volksverführer die Kontrolle übernimmt. In Nancy Lupos Untitled (2023) hingegen windet sich eine spiralförmig über den Boden - ein Sinnbild für Herrschaft, Konsum und eine endlose Schleife aus Versprechen und Verfall.

Auch Rachel Whiteread widmet sich dem, was verschwindet. Ihre Fotoserie Demolished (1996) dokumentiert den Abriss von Wohnhäusern in London - ein geisterhaftes Zeugnis städtischer Transformation. Heidi Buchers Repertory (1988) ist eine andere Art der Spurensicherung. Sie ist Teil einer Serie von Latexhäutungen, für die die Künstlerin Wände, Fenster und Böden abformte, um so die Schichten von Geschichte freizulegen.

Martin Kippenberger eignete sich zum Arbeiten gleichermaßen immer wieder fremde Räume an. Hotels wurden für ihn zu temporären Ateliers, zu Durchgfangsorten, in denen er Spuren hinterließ, darunter auch die Zeichnung No problem - no problème (1986). Lena Henke übertragt die Frage der Aneignung auf die Stadt: In City Lights (Dead Horse Bay) (2016), einem surrealen Modell von Manhattan, hinterfragt sie, wie Macht und Kontrolle durch die physische Gestaltung des Raums ausgeübt werden.

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