Julian Irlinger, James Gregory Atkinson, Philippe Parreno, Petrit Haliaj

Rotunda

Informationen

Julian Irlinger, Kites, 2025
Courtesy the artist and Galerie Thomas Schulte, Berlin

James Gregory Atkinson, CET/ CST, 2021
Courtesy of the artist

Philippe Parreno, Flickering Lights (Marianne Brandt), 2018
Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul

Petrit Halilaj, Several birds fly away when they understand it, 2013
© Petrit Halilaj


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Wie prägen historische Krisen unsere Gegenwart? Die ausgestellten Werke erzählen von Wertverlust, Verdrängung und sozialen Ungleichheiten.

In der Rotunde schweben Julian Irlingers Kites (2025) aus entwerteten Papiermark-Scheinen aus der Zeit der Hyperinflation. Sie erinnern an die Fotografie aus den 1920er-Jahren, auf der Kinder Drachen aus wertlosem Geld basteln - ein Sinnbild für den Zusammenbruch ökonomischer Ordnungen. 

Nicht weit entfernt ticken zwei Uhren in unterschiedlichen Zeitzonen - eine aus Friedberg, Hessen, die andere aus Chicagi, Illinois. James Gregory Atkinsons CET/CST (2021) verweist auf die Lebensrealität afro-amerikanischer US-Soldaten in Deutschland und die Erfahrung doppelter Diskriminierung.

Ein flackerndes Licht führt in den nächsten Raum: Philippe Parrenos Flickering Lights (Marianne Brandt) (2018) inszeniert eine Bauhaus-Leuchte als pulsierendes Objekt. Sie verweist auf Marianne Brandt, eine der wenigen Frauen in leitender Funktion im Bauhaus, deren Karriere der Nationalsozialismus unterbrach.

An unterwarteten Stellen taucht Petrit Halilajs Several birds fly away when they understand it (2013) auf. Übermalte Vogelzeichnungen aus dem ehemaligen Naturhistorischen Museum in Prostina verweisen auf den Wandel der Sammlung nach der Staatsgründung des Kosovo.

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