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Aktuelle Medieninformation

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Wenn Schrift zu Bild wird:
PalaisPopulaire zeigt den Dialog zweier bedeutender Sammlungen

Das PalaisPopulaire präsentiert vom 20. März bis 17. August 2026 die Ausstellung Seeing Words, Reading Images, die ausgewählte Werke aus der Written Art Collection und der Sammlung Deutsche Bank in einen vielfältigen Dialog bringt. Kuratiert von Marie-Kathrin Krimphoff, Kuratorin der Written Art Collection, und Svenja Gräfin von Reichenbach, Direktorin des PalaisPopulaire, vereint die Schau Arbeiten von mehr als 30 internationalen Künstler*innen.

Die Written Art Collection zählt weltweit zu den bedeutendsten Privatsammlungen schriftbasierter Kunst. Rund 400 Werke aus Europa, Nordamerika, Ostasien sowie aus dem Nahen und Mittleren Osten dokumentieren ein breites Spektrum – von gestisch-abstrakter Malerei nach 1945 über zeitgenössische Kalligrafie bis hin zu Konzept- und Medienkunst.

„Wie ausgewählte Positionen aus beiden Sammlungen verdeutlichen“, so Britta Färber, Leiterin Kunst und Kultur der Deutschen Bank, „steht Schrift für Denken, Dialog und gemeinsame Erinnerung. In ihr liegen die Wurzeln, die uns Halt geben, Zugehörigkeit ermöglichen und helfen, den Stürmen der Zeit zu begegnen.“

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das vielschichtige Verhältnis von Schrift und Bild: als Linie, Geste, Handschrift, Kalligrafie, Typografie oder Schriftbild. Seeing Words, Reading Images zeigt, wie schriftbasierte Kunst zu einem Medium globaler Verständigung wird und welche visuell-sprachlichen Möglichkeiten des Erzählens – von Poesie über politische Kommentare bis hin zu historischen Reflexionen – sie eröffnet.

Die Schau ist in thematische Kapitel gegliedert, die unterschiedliche künstlerische Annäherungen erfahrbar machen. Eröffnet wird sie mit Lawrence Weiners Rauminstallation THE GRACE OF A GESTURE (2010). Der Pionier der Konzeptkunst zeigt darin, wie Schrift und Bild, Literatur und Kunstwerk ineinandergreifen und wie eine präzise gesetzte Geste einen gesamten Ort in ein Kunstwerk transformieren kann.

Namensgebend für das erste Kapitel ist Karin Sanders wordsearch. Die von der Deutschen Bank 2002 initiierte „translinguistische Skulptur“ überführt alle in New York City gesprochenen Sprachen in der New York Times in ein poetisches Raster. Die Verbindung von Konzept und Poesie findet sich ebenso in den Wortcollagen der Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller sowie in den lyrischen Leporellos der Dichterin und Künstlerin Etel Adnan.

Das Kapitel „Ulysses“ widmet sich Formen des Storytellings, etwa in Marcel Dzamas surrealer Hommage an James Joyce, im humorvollen Eseldenkmal der Gruppe Slavs and Tatars für den legendären Molla Nasreddin oder in Yinka Shonibares mit Wachstuch eingebundener Bibliothek.

„Map of Utopia“ richtet den Blick auf künstlerische Alternativen zur historischen Kartografie. In Anti-Mercator (2010–2011) zeigt der südafrikanische Künstler William Kentridge, wie Vermessungstechniken als Instrument kolonialer Macht fungieren, während Qiu Zhijie in Mapping the World die Potenziale und Grenzen kartografischer Darstellung untersucht.

In „The Home of My Eyes“ geht es um Heimat und Exil. Die Sektion ist nach der Porträtserie benannt, die Shirin Neshat 2015 in Aserbaidschan realisierte. Die Künstlerin fotografierte und interviewte Menschen verschiedener ethnischer und religiöser Herkunft zu ihren Heimatgefühlen und legte deren ins Farsi übersetzte Aussagen wie ein feines Schriftgewebe über die Porträts.

Der Abschnitt „Small Right Hand Down“ beleuchtet Fragen von Demokratie und Menschenrechten, etwa in Osman Bozkurts Serie Marks of Democracy/Portraits of the Voters (2002) mit Großaufnahmen von mit wasserfester Tinte markierten Fingern zur Verhinderung, dass doppelt gewählt wird, oder in Jenny Holzers Redaction Paintings (2005–2008), die auf geschwärzten Dokumenten zu US-Kriegsverbrechen im Irakkrieg basieren.

Den Abschluss bildet das Kapitel „Seelenfenster“, das die Geste in den Mittelpunkt stellt. Rebecca Horns gleichnamige Installation verbindet Schrift, Bild und Klang zu einer poetischen Chiffre. Auch die kalligrafisch-abstrahierten Arbeiten von Charles Hossein Zenderoudi und Shiryū Morita zeigen, wie Schrift selbst zur gestischen Bildform wird.

Begleitet wird Seeing Words, Reading Images von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Künstler*innengesprächen, Führungen, Konzerten und Lesungen: palaispopulaire.db.com/events.

Der DigitalGuide des PalaisPopulaire bietet weiterführende Informationen zu den ausgestellten Positionen. Zu sehen sind Arbeiten von Etel Adnan, Mounira Al Solh, Siah Armajani, Joseph Beuys, Osman Bozkurt, Natalie Czech, Claudia Comte, Marcel Dzama, Larissa Fassler, Meschac Gaba, Ellen Gallagher, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Yūichi Inoue, On Kawara, Annette Kelm, William Kentridge, Imi Knoebel, Ahmed Mater, Herta Müller, Shiryū Morita, Shirin Neshat, Qiu Zhijie, Karin Sander, Viviane Sassen, Yinka Shonibare, Slavs and Tatars, Agathe Snow, Lawrence Weiner, Wong Hoy Cheong, Yang Jiechang und Charles Hossein Zenderoudi.

Seeing Words, Reading Images
Die Written Art Collection im Dialog mit der Sammlung Deutsche Bank
20. März bis 17. August 2026

Für weitere Informationen:

Deutsche Bank AG
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Tel: +49 69 910 32249

E-Mail: klaus.winker@db.com

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