Bei dieser Arbeit o.T. (17.6.88), 1988 handelt es sich um ein eher eigentümliches, für Galli fast untypisches Bild. Das Abbild eines tatsächlichen, wenn auch verstümmelten Körpers stellt eine Ausnahme in ihrem Werk dar. Die beinahe vollständige Figur mit zwei Beinen, zwei Armen, einem Oberkörper und einem Kopf ist glimpflich davongekommen, musste lediglich ihre Hände lassen. Obwohl Galli hier stilistisch auf die symbolische Zerstückelung des Körpers verzichtet, greift die Arbeit in ihrer Brutalität den Werkzyklus der Blut- und Metzgerbilder auf, der von bestialisch zugerichteten, geschändeten und fragmentierten Körpern bestimmt wird, in denen sich bereits vollzogene Gewaltakte auf der Leinwand manifestieren. Diese Arbeit gliedert sich trotz des klaren Abbildes in diesen Zyklus ein, der den Höhepunkt in Gallis existenziellen und körperlichen Untersuchungen darstellt. Die Grausamkeiten, die die Leinwand preisgibt, berühren existenzielle Bedingtheiten, die malerisch interpretiert wurden. Letztlich bleiben diese jedoch privat und der Vorstellungskraft des betrachtenden Publikums überlassen. (Annabell Burger)
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GALLI
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Bei dieser Arbeit o.T. (17.6.88), 1988 handelt es sich um ein eher eigentümliches, für Galli fast untypisches Bild. Das Abbild eines tatsächlichen, wenn auch verstümmelten Körpers stellt eine Ausnahme in ihrem Werk dar. Die beinahe vollständige Figur mit zwei Beinen, zwei Armen, einem Oberkörper und einem Kopf ist glimpflich davongekommen, musste lediglich ihre Hände lassen. Obwohl Galli hier stilistisch auf die symbolische Zerstückelung des Körpers verzichtet, greift die Arbeit in ihrer Brutalität den Werkzyklus der Blut- und Metzgerbilder auf, der von bestialisch zugerichteten, geschändeten und fragmentierten Körpern bestimmt wird, in denen sich bereits vollzogene Gewaltakte auf der Leinwand manifestieren. Diese Arbeit gliedert sich trotz des klaren Abbildes in diesen Zyklus ein, der den Höhepunkt in Gallis existenziellen und körperlichen Untersuchungen darstellt. Die Grausamkeiten, die die Leinwand preisgibt, berühren existenzielle Bedingtheiten, die malerisch interpretiert wurden. Letztlich bleiben diese jedoch privat und der Vorstellungskraft des betrachtenden Publikums überlassen. (Annabell Burger)
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o.T., 2010
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Ohne Titel, 2011–2015, Juli 2013
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ja, 29. Oktober–29. Dezember 2013
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Index Cards, 2000–06
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