Das Werk o.T. (2010) besteht aus vier gleich großen Leinwänden, die in einer horizontalen Reihe angeordnet sind. Die Arbeit illustriert eine surreale Erzählung, in der Außen- und Innenraum kaum noch zu unterscheiden sind und die Linienführung der einzelnen Szenen mit der benachbarten Leinwand verbunden ist. Die schwarz-weiße Komposition in klar abgegrenzten Leinwandräumen erinnert an den Einfluss des Comics, der in vielen von Gallis Künstlerinnenbüchern zu finden ist. Zeichnerisch zum Leben erweckte Möbel, Häuser und Gegenstände gesellen sich zu einer bescheiden anmutenden Kreatur, deren Hände sich am Oberkörper überlappen. Vertraute Symbole aus Gallis motivischem Repertoire finden sich auf der Leinwand zusammen – die Teetasse, der ausgestreckte Arm mit dem Pinsel, der Stuhl, die Gabel, das Haus. Diese Werkgruppe ist ebenfalls in kleinerem Format in dem Künstlerinnenbuch Neues Buch (2014–2015) illustriert.
Die Verwendung des Hauses als Symbol für Geborgenheit und als Schutzraum sowie die Neuinterpretation figurativer Formen erinnert an das Werk der in Frankreich geborenen Künstlerin Louise Bourgeois. In Bourgeois’ früher Zeichnung Femme Maison (1947) trägt eine nackte Frau ein Haus über Kopf und Oberkörper, welches die Gesichtszüge verdeckt, aber die Arme nach unten und außen ragen lässt. Während das anthropomorphisierte Haus hier eine Kritik an den vorbestimmten Geschlechterrollen nahelegt, suggeriert Gallis Haus Ambivalenzen, die sich zwischen einem sicheren und geschützten Raum, aber auch dem Motiv des Gefängnisses bewegen.
Informationen
Standort
Künstlerin
GALLI
Titel
© Sammlung Kasper König, Berlin
Das Werk o.T. (2010) besteht aus vier gleich großen Leinwänden, die in einer horizontalen Reihe angeordnet sind. Die Arbeit illustriert eine surreale Erzählung, in der Außen- und Innenraum kaum noch zu unterscheiden sind und die Linienführung der einzelnen Szenen mit der benachbarten Leinwand verbunden ist. Die schwarz-weiße Komposition in klar abgegrenzten Leinwandräumen erinnert an den Einfluss des Comics, der in vielen von Gallis Künstlerinnenbüchern zu finden ist. Zeichnerisch zum Leben erweckte Möbel, Häuser und Gegenstände gesellen sich zu einer bescheiden anmutenden Kreatur, deren Hände sich am Oberkörper überlappen. Vertraute Symbole aus Gallis motivischem Repertoire finden sich auf der Leinwand zusammen – die Teetasse, der ausgestreckte Arm mit dem Pinsel, der Stuhl, die Gabel, das Haus. Diese Werkgruppe ist ebenfalls in kleinerem Format in dem Künstlerinnenbuch Neues Buch (2014–2015) illustriert.
Die Verwendung des Hauses als Symbol für Geborgenheit und als Schutzraum sowie die Neuinterpretation figurativer Formen erinnert an das Werk der in Frankreich geborenen Künstlerin Louise Bourgeois. In Bourgeois’ früher Zeichnung Femme Maison (1947) trägt eine nackte Frau ein Haus über Kopf und Oberkörper, welches die Gesichtszüge verdeckt, aber die Arme nach unten und außen ragen lässt. Während das anthropomorphisierte Haus hier eine Kritik an den vorbestimmten Geschlechterrollen nahelegt, suggeriert Gallis Haus Ambivalenzen, die sich zwischen einem sicheren und geschützten Raum, aber auch dem Motiv des Gefängnisses bewegen.
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