Der Titel Für Edeltraud, Autobahngeschichte (1999) lässt zunächst eine Erzählung über eine Autofahrt erwarten. Der Inhalt wird dann aber mit kräftiger Farb- und Linienarbeit am Anfang und Ende des Buchs gestaltet, lediglich unterbrochen von einer kurzen Pause in Graphit vor einem opernhaften Libretto mit fettgedrucktem, großgeschriebenem Text, der diagonal über die Seiten fliegt. Die humorvolle, teils dadaistische Geschichte lässt schnell erahnen, dass Galli herausragend mit Worten zu jonglieren vermag.
Gallis Buch (2010–2013) hingegen beginnt mit einfach gehaltenen Zeichnungen in häuslicher Umgebung. Zu sehen ist beispielsweise eine Figur, die zum Essen ihren Platz eingenommen hat, während sie ein abgetrenntes Bein emporstreckt und ein Laib Brot serviert wird. Von hier an wechselt die häusliche Szenerie zwischen schön harmlos anmutenden Linienverläufen und der Darstellung verrenkter Gliedmaßen, die in überlagernder Lavierung fließend in einander übergehen. Aspekte von Gallis Wohnung und Atelier sowie banale alltägliche Aktivitäten des Lebens werden Feldern mit riesigen Pilzen und Häusern mit roten Schrägdächern und ausladenden Armen gegenübergestellt.
Gallis Buch, März 2010–Juli 2013 Buch, Karton, Papier, Mischtechnik, 20 Seiten Courtesy die Künstlerin
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GALLI
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Der Titel Für Edeltraud, Autobahngeschichte (1999) lässt zunächst eine Erzählung über eine Autofahrt erwarten. Der Inhalt wird dann aber mit kräftiger Farb- und Linienarbeit am Anfang und Ende des Buchs gestaltet, lediglich unterbrochen von einer kurzen Pause in Graphit vor einem opernhaften Libretto mit fettgedrucktem, großgeschriebenem Text, der diagonal über die Seiten fliegt. Die humorvolle, teils dadaistische Geschichte lässt schnell erahnen, dass Galli herausragend mit Worten zu jonglieren vermag.
Gallis Buch (2010–2013) hingegen beginnt mit einfach gehaltenen Zeichnungen in häuslicher Umgebung. Zu sehen ist beispielsweise eine Figur, die zum Essen ihren Platz eingenommen hat, während sie ein abgetrenntes Bein emporstreckt und ein Laib Brot serviert wird. Von hier an wechselt die häusliche Szenerie zwischen schön harmlos anmutenden Linienverläufen und der Darstellung verrenkter Gliedmaßen, die in überlagernder Lavierung fließend in einander übergehen. Aspekte von Gallis Wohnung und Atelier sowie banale alltägliche Aktivitäten des Lebens werden Feldern mit riesigen Pilzen und Häusern mit roten Schrägdächern und ausladenden Armen gegenübergestellt.
Gallis Buch, März 2010–Juli 2013
Buch, Karton, Papier, Mischtechnik, 20 Seiten
Courtesy die Künstlerin
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