Gallis Künstlerinnenbücher bestehen häufig aus Mischtechniken, die um farbige Collagen erweitert und durch physische Eingriffe in Form von Schnittkanten ergänzt werden. Das kleinste der ausgestellten Bücher mit dem Titel Zustimmenden Engeln (1998–2000) ist ein Hardcover und misst kaum 11 cm Höhe. Hier ist der Farbauftrag extrem dicht und die Kompositionen sind stark abstrahiert. Auf den für die Künstlerin typischen, narrativen Charakter wird in diesem Buch vollständig verzichtet, stattdessen treten Objekt-, Stillleben- oder hybride Figurenstudien in den Vordergrund, die sich auf eine Symmetrie stützen, die letztlich nur durch die Bindung des Buches zentriert wird. Eine Form, die auf der rechten Seite zu sehen ist, wird beim Umblättern der Seite dupliziert und auf der wiederum rechten Seite um neue Inhalte erweitert, dem surrealistischen Spiel Cadavre Exquis ähnlich, bei dem die Spielenden eine Figurenzeichnung fortsetzen und dabei nur auf die Ergänzungen der letzten Spieler*in zugreifen können. Das Buch endet mit collagierten Superhelden-Comics, die durch Zeichnungen und den Auftrag kräftiger Farben ergänzt werden. Das Buch Metamorphosen (1995/1997–2002) wechselt zwischen dichten Kugelschreiberzeichnungen und abstrahierten, farbenfrohen Interpretationen ungebändigter Kreaturen. Wörter finden sich in Form von Kommentaren – in Kursivschrift erscheint das Wort „Maler“ über einem Feld von schnell auf das Papier gesetzten Linien, gefolgt von einem ironisch anmutenden „RUHE“ in Großbuchstaben.
Metamorphosen, 1995/97–2002 Buch, Karton, Papier, Mischtechnik, geschnitten und collagiert, 52 Seiten Courtesy die Künstlerin
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Gallis Künstlerinnenbücher bestehen häufig aus Mischtechniken, die um farbige Collagen erweitert und durch physische Eingriffe in Form von Schnittkanten ergänzt werden. Das kleinste der ausgestellten Bücher mit dem Titel Zustimmenden Engeln (1998–2000) ist ein Hardcover und misst kaum 11 cm Höhe. Hier ist der Farbauftrag extrem dicht und die Kompositionen sind stark abstrahiert. Auf den für die Künstlerin typischen, narrativen Charakter wird in diesem Buch vollständig verzichtet, stattdessen treten Objekt-, Stillleben- oder hybride Figurenstudien in den Vordergrund, die sich auf eine Symmetrie stützen, die letztlich nur durch die Bindung des Buches zentriert wird. Eine Form, die auf der rechten Seite zu sehen ist, wird beim Umblättern der Seite dupliziert und auf der wiederum rechten Seite um neue Inhalte erweitert, dem surrealistischen Spiel Cadavre Exquis ähnlich, bei dem die Spielenden eine Figurenzeichnung fortsetzen und dabei nur auf die Ergänzungen der letzten Spieler*in zugreifen können. Das Buch endet mit collagierten Superhelden-Comics, die durch Zeichnungen und den Auftrag kräftiger Farben ergänzt werden. Das Buch Metamorphosen (1995/1997–2002) wechselt zwischen dichten Kugelschreiberzeichnungen und abstrahierten, farbenfrohen Interpretationen ungebändigter Kreaturen. Wörter finden sich in Form von Kommentaren – in Kursivschrift erscheint das Wort „Maler“ über einem Feld von schnell auf das Papier gesetzten Linien, gefolgt von einem ironisch anmutenden „RUHE“ in Großbuchstaben.
Metamorphosen, 1995/97–2002
Buch, Karton, Papier, Mischtechnik, geschnitten und collagiert, 52 Seiten
Courtesy die Künstlerin
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