Liebe & Lyrik sind zweckfrei (Etwas außerhalb der Legalität) (1998–1999) stellt eine Ausnahme innerhalb der gezeigten Künstlerinnenbücher dar, da Galli hier kein leeres Buch bearbeitete, sondern sich eines Ausstellungskatalogs bediente, dessen Inhalt sie sich durch Übermalungen, Ergänzungen, Veränderungen, das Einfügen von Schrift und durch die Bearbeitung der Seiten mit der Schere, zu eigen machte. Bis zur Unkenntlichkeit seiner ursprünglichen Fassung wurde der Ausstellungskatalog, dessen Urheber*in unbekannt bleibt, von der Künstlerin bearbeitet. Symbole und Figuren sind bis an ihre Ränder beschnitten und ziehen sich in erzählerischer Weise durch das ganze Buch.Beschneidungen und Eingriffe ermöglichen Gallis Figurationen eine Art Spaziergang durch ihre Geschichten, die sich mit jedem Umblättern in ein neues Setting begeben. Text fließt hier beispielsweise in Form der skizzierten und beschnittenen Worte SCHAM und MASS in das Werk ein. SCHAM und MASS einerseits als für sich stehende Begriffe, während sich die Scham ohne großes Hinterfragen in den Kontext des Werks einfügt, lässt uns der Begriff Mass mit einem Fragezeichen zurück. Gleichzeitig verweist Galli mit SCHAMASS auf einen saarländischen Begriff, der für Unordnung und Chaos steht. Die Begriffe rahmen mittig eine gehende Figur in Weiß ein, die sich rückseitig mit ausgestreckten Armen in schwarz präsentiert. Tempo des Strichs und Charaktere der Figurationen verleihen der Erzählung einen surrealen Charakter, die lediglich von der Fadencollage geleitet wird und an die visuellen Techniken von Kurt Schwitters oder Hannah Höch erinnert.
Inhalte hin, aber auch auf einen Sinn für Humor und Verspieltheit in Fabeln und Märchen.
Informationen
GALLI
Farbfilm, ohne Ton
9’49’’
© Courtesy die Künstlerin
Liebe & Lyrik sind zweckfrei (Etwas außerhalb der Legalität) (1998–1999) stellt eine Ausnahme innerhalb der gezeigten Künstlerinnenbücher dar, da Galli hier kein leeres Buch bearbeitete, sondern sich eines Ausstellungskatalogs bediente, dessen Inhalt sie sich durch Übermalungen, Ergänzungen, Veränderungen, das Einfügen von Schrift und durch die Bearbeitung der Seiten mit der Schere, zu eigen machte. Bis zur Unkenntlichkeit seiner ursprünglichen Fassung wurde der Ausstellungskatalog, dessen Urheber*in unbekannt bleibt, von der Künstlerin bearbeitet. Symbole und Figuren sind bis an ihre Ränder beschnitten und ziehen sich in erzählerischer Weise durch das ganze Buch.Beschneidungen und Eingriffe ermöglichen Gallis Figurationen eine Art Spaziergang durch ihre Geschichten, die sich mit jedem Umblättern in ein neues Setting begeben. Text fließt hier beispielsweise in Form der skizzierten und beschnittenen Worte SCHAM und MASS in das Werk ein. SCHAM und MASS einerseits als für sich stehende Begriffe, während sich die Scham ohne großes Hinterfragen in den Kontext des Werks einfügt, lässt uns der Begriff Mass mit einem Fragezeichen zurück. Gleichzeitig verweist Galli mit SCHAMASS auf einen saarländischen Begriff, der für Unordnung und Chaos steht. Die Begriffe rahmen mittig eine gehende Figur in Weiß ein, die sich rückseitig mit ausgestreckten Armen in schwarz präsentiert. Tempo des Strichs und Charaktere der Figurationen verleihen der Erzählung einen surrealen Charakter, die lediglich von der Fadencollage geleitet wird und an die visuellen Techniken von Kurt Schwitters oder Hannah Höch erinnert.
Inhalte hin, aber auch auf einen Sinn für Humor und Verspieltheit in Fabeln und Märchen.
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